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30. Oktober 2015 Schwanberg
Ausstellungseröffnung „Was konnten sie tun?“

Die St. Michelskirche auf dem Schwanberg zeigt vom 30. Oktober bis zum 28. November 2015 die Ausstellung „Was konnten Sie tun?“. Alle Infomationen, auch zur Eröffnung, finden Sie hier.


29. Oktober 2015 Land- und Amtsgericht Düsseldorf

Ausstellungseröffnung „Was konnten sie tun?“

am 29. Oktober 2015 wird die Ausstellung „Was konnten sie tun“ im Foyer des Landgerichts und Amtsgerichts Düsseldorf, Werdener Straße 1,  40227 Düsseldorf eröffnet. Zur Eröffnung sprechen Dr. Bernd Scheiff, Präsident des Landgerichts, Thomas Kutschaty, Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen und Dr. Axel Smend, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung 20. Juli 1944.
Alle Einzelheiten finden Sie hier


Reden zum 20. Juli 2015

Hier finden Sie die Reden anlässlich der Gedenkfeiern zum 20. Juli 2015. Wir vervollständigen die Liste in den kommenden Tagen.

Ansprache des Hauptredners auf der Feierstunde der Bundesregierung am 20. Juli in der Gedenkstätte Plötzensee
Rede des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann

Weitere Ansprachen

Empfang im Roten Rathaus
Rede von Prof. Dr. Robert von Steinau-Steinrück

Festvortrag in der Landesvertretung Baden-Württemberg
Vortrag von Oberst Prof. Dr. Winfried Heinemann

Ökumenischer Gottesdienst in der Gedenkstätte Plötzense
Predigt Pater Klaus Mertes

Mittagessen der Stiftung 20. Juli 1944
Rede Dr. Axel Smend

Feierstunde der Bundesregierung und der Stiftung 20. Juli 1944
Rede von Frau Prof. Dr. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien
Grußwort des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller
Totengedenken von Dr. Axel Smend

Rekrutenvereidigung
Rede von Bundesverteidigungsministerin Urlsula von der Leyen
Rede Dr. Klaus von Dohnanyi

 

Programm 19. und 20. Juli 2015

Das Programm der diesjährigen Feierlichkeiten und Veranstaltungen am 19. und 20. Juli finden Sie hier.

Wie schon 2014 wird es auch dieses Jahr am 19. Juli ein Jugendprogramm geben. Näheres hier

 

18. Juli 2015 Gedenkandacht für General Fritz Lindemann

Die Gemeinde Bornstedt in Potsdam veranstaltet am Sonnabend, den 18. Juli,eine Gedenkandacht an General Fritz Lindemann.
Ort: evangelische Kirche in der Ribbeckstraße in 14469 Potsdam
Zeit: 15.00 Uhr

 

12. Juni 2015 Passauer Politiktage

Vom 10. bis 20. Juni 2015 finden die Passauer Politiktage statt; dort spricht Axel Smend am 12.6. anläßlich des Workshops „Verdrängt und Vergessen“ zum Thema: „Der Deutsche Widerstand im Dritten Reich- seine Rezeption bis
heute“

25. Juli Ahrenshoop

Vortrag von Dr. Axel Smend über Umgang und öffentliche Wahrnehmung des deutschen  Widerstands seit 1945 bis heute.
Ort: Schifferkirche Ahrenshoop. Paetowweg, 18347 Ahrenshoop.
Näheres hier

13. April 2015  Vortrag WHU (Otto Beisheim School of Management) in Vallendar

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe:“Studium Generale Speaker Series“
sprach Dr. Axel Smend, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung 20. Juli 1944, über: „Der Deutsche Widerstand im Dritten Reich – Umgang und öffentliche Wahrnehmung seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute“

Einen Bericht finden Sie hier

11. Februar 2015

Hier können Sie die Trauerrede für Richard von Weizsäcker, gehalten
im Berliner Dom von unserem Kuratoriumsmitglied Antje Vollmer, nachlesen

Trauerrede

 

21. Januar 2015

Terminankündigung:

Straßenexerzitien zur Ökumene der Märtyrer vom 29. März – 01. April 2015 in Berlin

2015 jährt sich das Martyrium von Helmuth James Graf von Moltke und Alfred Delp zum siebzigsten Mal. Der Vorsitzende des NS-Volksgerichtshofs Freisler verurteilte den Protestanten und den Jesuiten in einem gemeinsamen Urteil am 11. Januar 1945 zum Tod durch den Strang. Ihre in Kreisau begonnene fruchtbare ökumenische Auseinandersetzung fand im Gefängnis in Tegel ihre Fortführung.

70 Jahre nach ihrem Märtyrertod soll in Straßenexerzitien ihrem Vermächtnis nachgespürt werden. Neben Bibellesungen und gemeinsamen Gottesdiensten sollen insbesondere in Anlehnung an die Praxis der “Exerzitien auf der Straße” die Orte ihres Lebens und Sterbens aufgesucht werden.

Begleitung:

  • Kathrin Happe, Halle (Saale)
  • Jörg Haas, Berlin
  • Christian Herwartz SJ, Berlin
  • Klaus Mertes SJ, St. Blasien
  • Dora Maria Teidelt, Hagen

Aktuelle Informationen finden Sie auf folgender Webseite: www.strassenexerzitien.de

 

25. August 2014

Auf der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung finden Sie den Veranstaltungsbericht zur Stadtrallye vom 19. Juli 2014 mit Fotos und einem Video. Bitte klicken Sie auf diesen Link.

 

23. Juli 2014

Die Reden anlässlich der Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des 20. Juli 1944 können Sie hier nachlesen:

Rede BM Müller Empfang Rathaus

Rede von Steinrück Empfang Rathaus

Predigt Pfarrer Bolz Plötzensee

Begrüßung BM Altmaier

Grußwort RegBM Wowereit

Rede BPr Gauck

Begrüßungsansprache Smend Mittagessen

Ansprache von Steinrück Mittagessen

Totengedenken Smend

Ansprache Pater Mertes Vespergottesdienst

Rede Stauffenberg Gelöbnis

 

15.07.2014

Die Begrüßungsworte von Dr. Axel Smend und Sophie Freifrau von Bechtolsheim anlässlich der Eröffnung der Stauffenberg-Ausstellung in der Gedenkstätte Theresienstadt (Památník Terezín) am 10.07.2014 können Sie hier nachlesen.

Begrüßungsworte Dr. Axel Smend

Begrüßungsworte Sophie Freifrau von Bechtolsheim

 

10. Juli 2014

Die Vorträge der Referenten der Tagung „Mit den Augen der Anderen – Die Rezeption des deutsches Widerstandes im Ausland nach 1945“ vom 30.-31.05.2014 können Sie hier nachlesen:

Vortrag Prof. Wlodzimierz Borodziej Vortrag Prof. Etienne Francois Vortrag Dr. Alexandra Richie Vortrag Prof. Alexander Vatlin

 

18. Juni 2014

Das Programm für die Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des 20. Juli 1944 finden Sie bei den Veranstaltungen in der rechten Leiste. Bitte beachten Sie, dass die Anmeldefrist am 31.05.2014 abgelaufen ist.

 

17. Juni 2014

Die Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau organisiert in diesem Jahr wieder zusammen mit der Kreisau-Initiative e.V. eine Reise nach Kreisau. Nähere Informationen finden Sie im Informationsblatt sowie im Anmeldebogen.

 

22. Mai 2014

Das vorläufige Programm für die Gedenkfeiern der Bundesregierung und der Stiftung 20. Juli 1944 anlässlich des 70. Jahrestages des 20. Juli 1944 am 19. und 20. Juli 2014 können Sie hier nachlesen.

 

06. März 2014

Die Stiftung 20. Juli 1944 und die Konrad-Adenauer-Stiftung laden am 19. Juli 2014 herzlich ein zur Stadtrallye “Widerstand im Nationalsozialismus” für junge Angehörige und Interessierte zwischen 14 und 25 Jahren. Wir freuen uns, damit erstmals ein eigenes Programm für junge Menschen anlässlich des 70sten Jahrestages des 20. Juli 1944 anbieten zu können. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Anmeldeschluss: 28. April 2014!

 

25. Februar 2014

Die Stiftung 20. Juli 1944 freut sich sehr, bekannt zu geben, dass unserem Kuratoriumsvorsitzenden, Dr. Axel Smend, heute das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen wird.

Aus der Pressemitteilung des Landes Berlin:

Klaus Wowereit: „Axel Smend ist nicht nur ein renommierter Wirtschafts- und Rechtsexperte, er ist auch ein Vorbild für ehrenamtliches Engagement. Seit Langem engagiert er sich für die Stiftung 20. Juli und ist zugleich Mitglied des Kuratoriums der Freya-von-Moltke-Stiftung. Dieses Engagement kommt nicht von ungefähr: Sein Vater gehörte zu den Widerstandskämpfern des 20. Juli und wurde nach dem gescheiterten Attentat hingerichtet. Axel Smend hat dies immer auch als Verpflichtung begriffen, Erinnerung, Aufklärung und Aufarbeitung zu fördern, damit sich die Barbarei niemals wiederholt und bei der jungen Generation Verständnis für das Geschehene zu wecken, um auf diese Weise ihren Blick dafür zu schärfen, dass demokratische Werte wie Offenheit, Liberalität und Toleranz keineswegs selbstverständlich sind, sondern immer wieder neu verteidigt werden müssen. Axel Smend hat es über Jahrzehnte verstanden, der Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus ein glaubwürdiges Gesicht zu geben. Für sein großes Engagement erhält er nun die verdiente Würdigung.“

 

Tagung „Mit den Augen der Anderen“ 30.-31.05.2014

Die Stiftung 20. Juli 1944 lädt herzlich ein zur Tagung mit dem Titel:

„Mit den Augen der Anderen – Die Rezeption des deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus im Ausland nach 1945“.

Sie wird gemeinsam veranstaltet mit der Evangelischen Akademie zu Berlin, der Freya von Moltke-Stiftung für das Neue Kreisau, der Kreisau-Initiative e.V. und der Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.

Datum: 30. – 31. Mai 2014

Ort: Evangelische Bildungsstätte auf Schwanenwerder, Berlin-Nikolassee

Da die Platzkapazität begrenzt ist, erfolgt die Anmeldung nach Zeitpunkt des Eingangs.

Programm, Organisatorisches, Anmeldeformular

XXVII. Königswinterer Tagung vom 21. bis 23.02.2014

Das Thema lautet: „Das Vermächtnis ist noch in Wirksamkeit, die Verpflichtung noch nicht eingelöst“ – Der Widerstand gegen das ‚Dritte Reich‘ in Öffentlichkeit und Forschung seit 1945. Nähere Informationen finden Sie hier.

 

 

Neue Dauerausstellung GDW © Monika Lawrenz

Teilnehmer Stadtrallye am 19.07.2014 © Monika Lawrenz

Joachim Gauck am 20. Juli 2014 © Monika Lawrenz

 


 

25. November 2013

Auf Einladung der Association Nationale Mémoires du Mont-Valérien nahm eine Delegation der Stiftung 20. Juli 1944 und der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 an den Gedenkfeiern am Mont Valérien am 17.11.2013 teil. Die Rede von Thomas Lindenmeyer, Vorstandsmitglied der Stiftung 20. Juli, gehalten beim feierlichen Mittagessen, können Sie hier nachlesen.

Mont Valérien 17.11.2013

Mont Valérien 17.11.2013 II

Mont Valérien 17.11.2013 III

 

27. September 2013

Links zu Neuerscheinungen finden Sie unter dem Menüpunkt „Publikationen“ auf unserer Webseite oder direkt bei der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944.

 

17. September 2013

„Steht auf und engagiert Euch“

Im Kammergericht Berlin fand am 16. September 2013 eine Diskussion mit Schülern des Canisius-Kollegs Berlin sowie Dr. Axel Smend und Rainer Eppelmann in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung statt. Den detaillierten Veranstaltungsbericht lesen Sie hier.

Diskussion Kammergericht mit Axel Smend, Moderator Sven Felix Kellerhoff und Rainer Eppelmann (v.li)Kammergericht Diskussion mit Axel Smend (li) und Rainer Eppelmann (2.v.li) und Schülern des Canisius-Kollegs

 

30. August 2013

Am 29. August 2013 wurde in Banska Bystrica / Slowakei anlässlich des 69. Gedenktages des Slowakischen Nationalaufstandes im dortigen Nationalmuseum unsere Ausstellung Stauffenberg und die „Operation Walküre“. Das Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 eröffnet.
Dr. Axel Smend hielt als Vertreter der Stiftung 20. Juli 1944 die Eröffnungsrede im Beisein des Botschaftsrats der Bundesrepublik Deutschland, Reinhard Wiemer, der Staatspräsidenten der Slowakei, Ivan Gašparovič, und Rumäniens, Traian Băsescu,sowie dem Präsidenten der Russischen Duma, Sergei Naryshkin.

Eröffnung der Ausstellung durch Dr. Axel Smend und Reinhard Wiemer, Botschaftsrat in der Slowakei

Kranzniederlegung anlässlich des 69. Gedenktages des Slowakischen Nationalaufstandes

 

08. August 2013

Weitere Reden und Informationen zum 69. Jahrestag des 20. Juli 1944 finden Sie auf der Webseite des Bundesministerium des Innern: http://www.protokoll-inland.de/PI/DE/NatGedenkFeiertage/20Juli1944/20Juli1944

 

05. August 2013

Die Predigt von Pater Karl Meyer OP vom 20. Juli 2013 in Plötzensee kann hier nachgelesen werden: Predigt Pater Karl Meyer OP.

 

22. Juli 2013

Die Gedenkansprache von Prof. Dr. Karl Heinz Bohrer vom 20. Juli 2013 in Plötzensee ist hier nachzulesen: Gedenkansprache Prof. Dr. Karl Heinz Bohrer.

 

22. Mai 2013

Das vorläufige Programm für den 19. und 20. Juli 2013 anlässlich des 69. Jahrestages des 20. Juli 1944 ist veröffentlicht und unter dem Menüpunkt „Verstanstaltungen“ abrufbar.

Das Programm für den 19. und 20. Juli 2013


18. April 2013

Aktuelle Informationen der Stiftung 20. Juli 1944 sowie eine Auswahl unserer Veranstaltungen finden Sie im Flyer 2013.

Hier zum Herunterladen


7. April 2013

Abschied von einer einzigartigen Zeitzeugin
Unsere Ehrenvorsitzende Dr. Clarita von Trott zu Solz starb 95jährig in Berlin als eine der letzten Witwen des 20. Juli

Am Gründonnerstag ist Dr. Clarita von Trott zu Solz, geborene Tiefenbacher im Alter von 95 Jahren in Berlin gestorben. Ihr Mann Adam von Trott zu Solz, der seine Wurzeln in Imshausen nahe Bebra hatte, war Mitglied des Kreisauer Kreises und ein Freund Stauffenbergs. Trott wurde als einer der Mitplaner des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 im August 1944 hingerichtet.
„Sie versteht, was mir im Leben am wichtigsten ist und wird mir helfen, darum zu kämpfen“, Diesen Satz hatte Adam von Trott zu Solz in einem Brief an seine Mutter über seine damalige Verlobte geschrieben.
Clarita Tiefenbacher wurde 1917 als Tochter eines Hamburger Rechtsanwaltes geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst ein Landjahr und eine Büroausbildung, hinzu kamen einige Aufenthalte im Ausland. Adam von Trott zu Solz lernte sie 1935 kennen, als er im Rahmen seiner juristischen Ausbildung einige Monate in Hamburg tätig war. Mit „täglichen bleistiftgeschriebenen Briefen“ intensivierte er nach seiner Rückkehr von seiner Chinareise 1939 den Kontakt zu ihr. Im Juni 1940 heirateten Clarita und Adam von Trott zu Solz. Fast gleichzeitig begann er, in der Informationsabteilung des Auswärtigen Amtes zu arbeiten. 1942 und 1943 wurden die Töchter Verena und Clarita geboren. Nach dem missglückten Attentat vom 20. Juli 1944 bemühte sich Clarita von Trott vergeblich um Hilfe für ihren Mann.
Auf dem Weg zum Volksgerichtshof, wo ihren Mann das Todesurteil erwartete und wo sie ihn ein letztes Mal zu sehen hoffte, erfuhr sie, dass ihre Kinder (2,5 Jahre und 9 Monate alt), von der Gestapo in Imshausen abgeholt und an einen unbekannten Ort verschleppt worden waren, an dem sie auch einen anderen Namen erhielten. Rückblickend berichtete Clarita von Trott, dass dies wohl einer der schrecklichsten Momente ihres Lebens gewesen sei. Sie wurde dann, wie viele andere Familienmitglieder der Verschwörer, in Sippenhaft genommen und bis Ende September 1944 im Frauengefängnis Moabit. Im Oktober 1944 wurden auch ihre Kinder nach Imshausen zurückgebracht.
Nach dem Krieg war die 27jährige nicht nur mit der Notwendigkeit konfrontiert, ohne ihren Mann weiterleben und ihre Kinder allein erziehen zu müssen. Die hingerichteten Männer galten noch lange als „Verräter“ und ihren Hinterbliebenen wurden bis in die 1950er Jahre hinein keine staatlichen Versorgungsleistungen zugebilligt. Clarita von Trott lebte zunächst in Imshausen, Berlin und im Ausland, wohin sie von Freunden eingeladen wurde.
Von 1950 bis 1955 studierte sie Medizin und promovierte. Später folgten die Facharztausbildung in Neurologie und Psychiatrie sowie eine Lehranalyse. Mit 50 Jahren ließ sie sich in eigener Praxis als Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin nieder und praktizierte bis in ihr 80. Lebensjahr.
Zwischen 1956 und 1958 verfasste sie – zunächst lediglich gedacht für Familie und Freunde sowie als Grundlage für eine spätere Biographie – auf der Basis der von ihr erbetenen Zeugnisse von noch lebenden Freunden sowie von erhaltenen Briefen und Dokumenten eine Lebensbeschreibung über Adam von Trott zu Solz, die 1994 veröffentlicht wurde und die 2009 als ergänzte Neuauflage im Lukas-Verlag erschien. Ihr Buch wurde zum Grundstein für alle weiteren Recherchen und Publikationen zu dem Denken und Handeln ihres Mannes und seiner Freunde.
Trotz ihres sehr unabhängigen, eigenständigen, intensiven und arbeitsreichen Lebens in der Zeit nach dem Krieg, fühlte sich Clarita als Ehefrau und Zeitzeugin bis zuletzt dem Auftrag verpflichtet, die Botschaft ihres Mannes und seiner Freunde weiter zu tragen. 1987 schrieb sie in einem Rückblick auf ihre Ehe: „Mein Leben war ungewöhnlich reich als Mutter meiner Töchter und ihrer Familien, durch Freundschaften und den ärztlichen Umgang mit Menschen in psychischer Not. Aber in der Mitte der Existenz blieb Adams Platz leer.“
Auch als Ehrenvorsitzende der Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V. war Clarita von Trott eng mit der Erinnerung an Adam von Trott und den 20. Juli 1944 verbunden. Die Arbeit der Stiftung begleitete sie bis zuletzt sehr aufmerksam und mit großer Anteilnahme. Am 60. Jahrestag des 20. Juli legte sie in der Gedenkfeier am Kreuz Zeugnis ab von Adams und ihrer Entschlossenheit zu handeln. Ihr Mann hatte sie vor dem Attentat gebeten, dass sie – sollte der Versuch misslingen – gegenüber der Nachwelt Zeugnis ablegen solle, damit dieser Versuch nicht der Vergessenheit anheim fiele. Clarita von Trott hat sich zeitlebens in besonderer Weise dafür eingesetzt, aus den schrecklichen Verbrechen des Nationalsozialismus und aus dem politischen Denken des Kreisauer Kreises das auf die Errichtung eines Rechtsstaates in einer neuen europäischen Friedensordnung gerichtet war, zu lernen und Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen. Zentral war ihr Zeugnis gegenüber den nächsten Generationen über die Notwendigkeit des „Teamwork“ und des „Verstehens“ um grenzübergreifend Gerechtigkeit zu sichern und Demokratie zu festigen sowie unter anderem ihr persönlicher Einsatz als Mitglied der internationalen Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW).

Clarita von Trott hat uns unendlich viel gegeben. An ihr Mitdenken und -schaffen erinnern wir uns mit großer Dankbarkeit. Unsere guten Wünsche gelten Ihrer Familie.

 

08. März 2013

Ewald-Heinrich von Kleist gestorben

Am Freitag, den 8. März 2013, starb mit Ewald-Heinrich von Kleist der letzte Widerstandskämpfer, der den Umsturzversuch im Bendlerblock am 20.Juli 1944 miterlebte. Er wurde sofort verhaftet. Trotz der schonungslosen Abrechnung der Nationalsozialisten mit allen, die auch nur in flüchtiger Beziehung zum Kreis der Widerstandskämpfer standen, überlebte Ewald-Heinrich von Kleist. Er, der sich schon vor dem 20. Juli 1944 bereit erklärt hatte, sich mit Hitler in die Luft zu sprengen, überstand KZ und Gefängnisse und gelangte schließlich in amerikanische Gefangenschaft.
Nach dem Krieg wurde er Verleger in München. Dort rief er 1962 die bis heute jährlich stattfindende Münchner Sicherheitskonferenz ins Leben, eines der wichtigsten Treffen der Außen- und Sicherheitspolitiker weltweit. Er leitete dieses Forum bis 1998.
Sein letzter öffentlicher Auftritt war die Rekrutenvereidigung vor dem Reichstagsgebäude am 20. Juli 2010. In seiner Rede (hier nachzulesen) sprach er die denkwürdigen Worte: „Auf dem bitteren Weg vom 20. Juli 1944 bis zum 8. Mai 1945 sind wesentlich mehr Menschen umgekommen als in sämtlichen Jahren des Krieges davor. Das ist ein Satz, den man leicht aussprechen kann, aber was er beinhaltet und was er bedeutet, kann man nicht ermessen. Allein deswegen musste es gewagt werden. Es ist hinterher, oder auch gelegentlich jetzt noch, den Männern vorgehalten worden, sie hätten aus Opportunismus gehandelt. Das ist eine extrem absurde Behauptung.  Man kann zwar aus Opportunismus sehr viel tun, aber eins tut man ganz bestimmt nicht: Man stirbt nicht aus Opportunismus.“
Ewald-Heinrich von Kleist wurde am 10. Juli 1922 auf dem väterlichen Gut Schmenzin in Pommern geboren. Er wurde 90 Jahre alt.

 

25. Februar 2013

Vom 22. – 24. Februar 2013 fand die XXVI. Königswinterer Tagung der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 in Kooperation mit der Jakob-Kaiser-Stiftung statt. Aus Anlass des vierzigjährigen Bestehens hielt Rüdiger von Voss einen Vortrag über die Geschichte der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944. Darüber hinaus wurde am 23. Februar 2013 Dr. Antje Vollmer der Dorothee-Fliess-Preis für Widerstandsforschung für Ihre Doppelbiographie „Doppelleben – Heinrich und Gottliebe von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler und von Ribbentrop“ verliehen.

20. Juli 2012

Die Stiftung 20. Juli 1944 gedachte gemeinsam mit der Bundesregierung der Ermordeten des Widerstands gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung würdigte der frühere polnische Botschafter Janusz Reiter die Charakterstärke und den Gewissensernst der Verschwörer, die ihr Leben einsetzten in einer Zeit, in der sogar das Christentum in Deutschland moralisch versagt habe. Dass er sich, wie viele andere Polen, schwer tue mit dem deutschen Widerstand läge nicht zuletzt daran, dass der deutsche Widerstand sich mit Polen ebenfalls schwer getan habe. Dies könne nicht der wichtigste Maßstab sein, dürfe aber nicht vergessen werden. Wenn es heute möglich sei, Trauer zu teilen, die Trauer über die Toten des gescheiterten Hitler-Attentates und über die Opfer des Warschauer Aufstands, dann sei das ein Zeichen der Hoffnung.

Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hatte zuvor daran erinnert, dass das Vermächtnis des Widerstands die Wiederaufnahme Deutschlands in die Völkergemeinschaft nach 1945 erleichtert habe. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sprach von der Notwendigkeit, das Wissen um die Unmenschlichkeit der nationalsozialistischen Diktatur und das Verbrechen des Holocaust an die nachfolgende  Generation weiterzugeben.

Zum Ende der Feierstunde legte Bundesratspräsident Horst Seehofer im Beisein von Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker im Bendlerblock einen Kranz nieder.

An der Gedenveranstaltung teilgenommen haben u.a. die ehemaligen Bundespräsidenten Dr. Richard von Weizsäcker sowie Christian Wulff, Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald, Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière und Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Reinhard Gaier, der Vorsitzende des Zentralrats der Sinti und Roma Romani Rose sowie  Herr Prof. Stefan Niesiołowski, Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit des Sejm der Republik Polen.

Den ökumenischen Gottesdienst am Morgen des 20. Juli in der Hinrichtungsstätte Plötzensee gestalteten Pater Dr. Karl Meyer OP (Liturgie) und Superintendent Pfr. Carsten Bolz, der auch die Predigt hielt.

 

10. Juli 2012
Zum 90. Geburtstag von Ewald Heinrich von Kleist

Tobias Kniebe, Autor des Buches “Operation Wallküre. Das Drama des 20. Juli”, würdigt Ewald Heinrich von Kleist anlässlich seines 90. Geburtstages am 10. Juli 2012 in einem Beitrag in der Süddeutschen Zeitung.

 

4. Juni 2012
Eröffnung der Ausstellung „Was konnten sie tun?“ – eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Als Hitler 1933 die Macht übernahm folgten die meisten Deutschen ihm begeistert; nur wenige Menschen fanden den Mut, sich dem Regime entgegenzustellen.

Die Ausstellung „Was konnten sie tun?“ richtet sich ausdrücklich an junge Menschen. Sie erzählt auf 25 Tafeln die Geschichten von Menschen, die den Mut hatten, sich zu widersetzen. Der Fokus liegt auf den konkreten Handlungen unter den schwierigen Bedingungen der Diktatur, die diese Menschen nutzten, um sich den Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes entgegenzustellen.

Die Ausstellung wurde am 4. Juni in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung eröffnet und ist dort bis zum 27. Juli zu sehen.
Näheres unter Veranstaltungen und hier

 

18. April 2012
Klaus Mertes erhält Gustav-Heinemann-Bürgerpreis

Klaus Mertes, Kuratoriumsmitglied unserer Stiftung, wird mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis für 2012 ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die SPD den Einsatz von Mertes für die Missbrauchsopfer der katholischen Kirche. Mit einem Brief an die ehemaligen Schüler des Canisius-Kollegs hatte der damalige Rektor der Schule den jahrzehntelangen Missbrauch von Schülern öffentlich gemacht. Mehr hier

 

18.-20.11.2011
Paris-Reise zusammen mit der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.

Der Ausbau der Kontakte zu der Association des Mémoires du Mont Valérien stand im Mittelpunkt der Begegnungsreise vom 18. bis 20.11. in Paris. Die Association hatte ihrerseits die Stiftung 20. Juli 1944 anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten am 20. Juli 2011 in Berlin besucht.

Ein erster Höhepunkt des Besuches war die Teilnahme an der Zeremonie „Réanimation de la Flamme“ unter dem Arc de Triomphe, Place de l’Etoile.  Madame Tellier, Presidente der Association des Mémoires du Mont Valerien, und Harald von Linstow legten gemeinsam einen deutsch-französischen Kranz anlässlich der Zeremonie der „Ewigen Flamme der Erinnerung“ nieder. Weiterlesen


Aktuelle Informationen der Stiftung